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13.07.2026 – 17.07.2026
Täglich von: 10:00 – 15:00

Zucker. Spuren. Speicherstadt

Urbaneo Am Strandkai 7, 20457 Hamburg Platz Buchen

Wie schmeckt Zucker eigentlich – außer süß? Wo kommt er her, und wie ist er nach Hamburg gekommen? Welche Geschichten verbergen sich eigentlich hinter Zucker?

Die Speicherstadt Hamburg entstand ab 1885 – zeitgleich mit der Berliner Konferenz, auf der sich die Kolonialmächte Afrika untereinander aufteilten. Für ihren Bau wurden 20.000 Menschen enteignet. Sie lagerte Kolonialwaren aus der Karibik, vor allem aus Jamaica: Kaffee, Kakao – und Zucker.

Zucker verbindet vieles: Süße, koloniale Routen, Plantagen, Sklaverei, Arbeit, Gewalt und Konsum. Straßennamen wie Coffee Plaza erinnern bis heute daran – ohne es zu benennen.

Im Workshop folgen wir den Spuren des Zuckers durch die HafenCity. Wir beobachten, fotografieren, sammeln, kartieren und erzählen. Wir verfolgen Routen zwischen Jamaica und Hamburg und nähern uns Zucker sinnlich: als Stoff, Klang, Bild, Erinnerung und soziale Beziehung – historisch, körperlich und künstlerisch.

Am Festivalsonntag, den 26.Juli, laden wir zu einem gemeinsam entwickelten jamaikanischen Mittagessen ein und verstehen Essen als Praxis des Widerstandes. Seid bereit für Soulfood für alle Geschmäcker von süß und bitter, salzig und sauer!

Wir danken herzlich unserem Kooperationspartner, dem gemeinnützigen Verein M.Bassy e.V., ein öffentlicher Salon für Begegnung mit zeitgenössischen Positionen aus Afrika und der Diaspora für die Unterstützung.
www.m-bassy.org

Ill Will er/ihm

Künstler, Unternehmer und kultureller Impulsgeber an der Schnittstelle von Musik, Food, Community und urbaner Kultur. Geprägt von Hip-Hop, Soulfood-Kultur und diasporischen Einflüssen aus Ghana, Jamaika, den USA und Deutschland entwickelt er eigenständige Formate, in denen künstlerischer Ausdruck, gesellschaftliche Realität und kollektive Erfahrung zusammenfinden.

Im Zentrum seiner Arbeit stehen Identität, Aufstieg, Kreativität, Straßenökonomie und die Kraft von Gemeinschaft. Ob durch Musik, Storytelling, kuratierte Räume oder Food-Konzepte – Ill Will schafft Kontexte, die Menschen zusammenbringen, Emotionen transportieren und neue Zugänge zu kultureller Teilhabe eröffnen.

Sein Ansatz ist roh, direkt und visionär zugleich: Kunst nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug für Verbindung, Bewegung und nachhaltigen Impact. Zwischen Mixtape-Hustle, Marke und kultureller Praxis entwickelt Ill Will eine unverwechselbare Handschrift, in der Genuss, Ausdruck und Community aufeinandertreffen.

Dr. Christopher Ashley Burkett er/ihm

Arbeitete zuletzt als Assistenzprofessor an der School of Social Work der California State University in Long Beach. Er erwarb einen BA in Psychologie am Rutgers College, erhielt seinen MSW von der School of Social Work der University of Michigan und promovierte 

in Sozialarbeit und Sozialforschung an der School of Social Work der Portland State University. Dr. Burkett verfügt über 25 Jahre Erfahrung in der Lehre an verschiedenen akademischen Fachbereichen (z. B. Psychologie, Sozialarbeit, Familienforschung usw.) an neun Universitäten in den Vereinigten Staaten von Amerika. Im Mittelpunkt seiner Forschung steht der Einsatz fotobasierter qualitativer Untersuchungsmethoden, um die ökologischen, wirtschaftlichen und soziokulturellen Faktoren aufzudecken, die die Erfahrungen mit psychischer Gesundheit (Hilfesuche) (MHHSE) von ressourcenarmen schwarzen Kindern im Vorpubertätsalter bestimmen. Dr. Burkett hat zudem seit mehr als zwei Jahrzehnten als Nachmittagsbetreuer, Mentor, Nachhilfelehrer und Coach eine vielfältige Gruppe von Kindern aus Minderheiten und deren Familien betreut.